Deutschland

Roggenernte an der Kapelle der Versöhnung

Berlin, 1. August 2017. Das Roggenfeld an der Kapelle der Versöhnung war im Herbst 2016 zum zwölften Mal bestellt worden. Der Pflanzenbestand hatte sich dann gut entwickelt, den Winter problemlos überstanden und ab dem Frühjahr 2017 eine überwiegend positive Entwicklung genommen. So konnten sich die Besucher der Gedenkstätte Berliner Mauer im Mai und Juni am wogenden Roggenbestand erfreuen. Der weitere Witterungsverlauf gestaltete sich dann aber für das Getreide zunehmend schwierig. Im Juni fielen in Berlin mehr als 200 mm Niederschlag, das Vierfache des langjährigen Mittels. Der Monat Juli war mit 212 mm sogar noch feuchter. Damit wurde die bisherige Rekordmarke von 159 mm im Juli 1954 weit überschritten. Dies führte dazu, dass der Pflanzenbestand ab Anfang Juli rasch zusammenbrach. Der geplante Erntetermin am 26. Juli musste wegen Dauerregens abgesagt werden. Erst am Nachmittag des 1. August gelang es dann, die Ernte mit dem Parzellenmähdrescher des Albrecht Daniel Thaer-Instituts für Agrar- und Gartenbauwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin zu bergen. Insgesamt konnten trotz der schwierigen Verhältnisse noch rund 200 kg Roggenkorn eingefahren werden, die nun aufbereitet und der Kapelle der Versöhnung sowie dem internationalen Projekt FriedensBrot zur Verfügung gestellt werden.

Die diesjährige Roggenernte wurde von der Öffentlichkeit sehr interessiert begleitet. Diverse Rundfunk- und Fernsehstationen berichteten über das Ereignis und machten es bundesweit bekannt.

Nun wird der Boden für die neue Aussaat vorbereitet, die Ende September erfolgen wird. Somit wird das Roggenfeld für die Kapelle der Versöhnung auch im Jahr 2018 einen grünenden, wachsenden und schließlich reifenden Rahmen bieten.

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