Deutschland

Optimistisch in die Zukunft der EU – Das Europäische Modell der nachhaltigen Landwirtschaft stärken

4. Europäische Jahreskonferenz „Frieden und Landwirtschaft“ in Varna, Bulgarien am 27.-29. September 2017

© Rüdiger Pelikan

Der Nationale Verband der Getreideproduzenten Bulgariens und der Minister für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten, Herr Rumen Porodzanov, luden zur nunmehr vierten Konferenz „Frieden und Landwirtschaft“ in den Schwarzmeerkurort Varna. Das Hotel „Atlanta“ empfing die Gäste mit stürmischer See. Auch die diesjährige Konferenz mit Beteiligung von zwölf mitteleuropäischen Ländern war gut besucht und stellte den Erfolg dieses einzigartigen Formats und Netzwerkes unter Beweis. Alle beteiligten Länder vereint die heutige Mitgliedschaft in der Europäischen Union nach jahrzehntelanger Erfahrung der Trennung durch den Eisernen Vorhang.

© Rüdiger Pelikan

Über 90 Teilnehmer aus allen zwölf Partnerländern waren dabei – wie in den Vorjahren sowohl Vertreter der Agrarministerien als auch zivilgesellschaftlicher Organisationen.

Der deutschen Delegation gehörte der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Bulgarien, Herr Herbert Salber, an. Er vertrat den Schirmherrn des FriedensBrot-Projektes, Bundesminister Dr. Christian Schmidt. Von zivilgesellschaftlicher Seite waren der Vorsitzende Adalbert Kienle sowie die ehrenamtliche Geschäftsstelle des Vereins FriedensBrot e.V., Dr. Marion Schenk und Geschäftsführer Dr. Gibfried Schenk vertreten; weiter die Vertreterin des Fördernden Mitglieds BASF Crop Protection Central Europe, Frau Vania Gotcheva sowie Christian Horn, Robert Knitter und Rüdiger Pelikan vom Dokumentarfilm-Team FILMART Potsdam.

© Gibfried Schenk

Auch drei Vertreter des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) waren gekommen: dieses Mal (v. re.) Dr. Volker Petersen (Deutschland), Dr. Piroska Kallay (Ungarn) und John Bryan (Irland), hier mit Adalbert Kienle (li.).

Große Freude über das Wiedersehen der inzwischen gut vernetzten europäischen FriedensBrot-Gemeinschaft. Man kennt sich:

© Rüdiger Pelikan

Die Tagung begann am 28. September. Minister Rumen Porodzanov (2. V. li.) und der Vorsitzende des Nationalen Verbandes der Getreideproduzenten Bulgariens (NGPA), Herr Svetoslav Rusalov (2. V. re.), begrüßten die Gäste. Frau Nataliya Shukadarova (NGPA, li.) moderierte die Veranstaltung.

© Rüdiger Pelikan

Schwerpunkt der fachlichen Tagung waren nachhaltiges Landmanagement sowie die künftige Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020. Große Beachtung fand die Vorstellung einer aktuellen Stellungnahme des EWSA durch den irischen Berichterstatter John Bryan.

Übereinstimmend wurde betont, dass die künftige Gemeinsame Agrarpolitik keine revolutionären Änderungen brauche und vertrage. Eine gute und sichere Finanzausstattung der Gemeinsamen Agrarpolitik sei ein kardinales Anliegen, die Direktzahlungen blieben ungeachtet unterschiedlicher nationaler Interessen weiterhin absolut dringlich. Die GAP müsse sich auch neuen Ansprüchen stellen, voran Klimaschutz und Bodenschutz. Ein wichtiges Anliegen bleibe die Vereinfachung der EU-Verordnungen. Beim Landerwerb müssten außerlandwirtschaftliche Großinvestoren wegen der negativen Folgen für die ländlichen Räume ausgeschlossen werden.

Alle politischen Vertreter der Länderdelegationen nahmen zum Thema Stellung:

© Rüdiger Pelikan

Nach dem politischen Teil der Konferenz folgte eine kurze Einordnung und der Ausblick auf den zivilgesellschaftlichen Teil der Konferenz am 29. September durch den Geschäftsführer von FriedensBrot e.V. Dr. Gibfried Schenk.

Minister Porodzanov wurde fleißig interviewt:

Atmosphäre und Impressionen:

© Arvids Krivens

Vor der offiziellen FriedensBrot-Zeremonie luden die Gastgeber zu einer Führung durch die Ende des 19. Jahrhunderts gebaute frühere Sommerresidenz der bulgarischen Zaren am Schwarzen Meer „Euxinograd“.

© Rüdiger Pelikan

Eine großartige Zeremonie zur Feier des diesjährigen gemeinsamen FriedensBrotes schloss sich an. Viel Freude und große Emotionen:

Eine großartige Idee der Gastgeber: Für jedes Land wird ein FriedensBrot auf der Europa-Karte platziert:

Das FriedensBrot 2017 wurde gesegnet und feierlich den Partnern aus Estland und Lettland übergeben, den Gastgebern der Konferenz 2018:

Mit Musik und Tanz klang die beeindruckende FriedensBrot-Zeremonie aus:

© Arvids Krivens

Am Freitag den 29. September trafen sich die zivilgesellschaftlichen Vertreter der Partnerländer zu einem abschließenden Workshop. Zwei Panel diskutierten zu den Themen:

1) Erfahrungsaustausch über Aktivitäten in den Partnerländern zwischen den Jahreskonferenzen.

2) Wer sind wir und welche Werte verbinden wir mit dem FriedensBrot-Projekt.

Ein großartiges Dankeschön den bulgarischen Gastgebern!

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